Auf zu Blockupy Frankfurt vom 16. bis zum 19. Mai!

blockupy

Viele von euch haben vielleicht schon von den europäischen Aktionstagen in Frankfurt zwischen dem 16. und dem 19. Mai gehört, die dort ein starkes antikapitalistisches und internationalistisches Zeichen setzen werden. Im Zentrum der Kritik stehen insbesondere das antidemokratische und menschenverachtende EU-Krisenmanagement. Wie in vielen anderen Städten auch, gibts in Karlsruhe ein Vorbereitungstreffen, um die Mobilisierung und regionale Unterstützung dieser Aktionstage zu koordinieren.
Zu diesen Aktionstagen wird es eine große Mobilisierung verschiedener gesellschaftlicher kapitalismuskritischer Akteure geben, z.B. von Attac Deutschland, Die Linke bundesweit, der Interventionistischen Linken, der verdi-Jugend, aber auch aus andere Gewerkschaften und Organisationen, wie z.B. auch aus Teilen Occupy-Bewegung. Selbstverständlich mobilisieren auch verschiedene klassenkämpferische und antikapitalistische Organisationen von überallher zu den Aktionstagen.

Informationen zu den Aktionstagen gibt es vor allem auf der Internetseite www.european-resistance.org und in dieser Präsentation.

Kontakt zum Karlsruher Vorbereitungstreffen könnt ihr über folgende E-Mail-Adresse bekommen: blockupy-karlsruhe@riseup.net. (GPG-Schlüssel)

Bei dieser Adresse könnt ihr euch auch Tickets für die gemeinsame Busfahrt am Samstag, den 19. Mai, zur internationalen Großdemonstration sichern und ihr könnt euch melden, falls ihr an den vorausgehenden Aktionstagen nach Frankfurt gehen wollt. Dann können wir gemeinsam eine An- und Abreise koordinieren.

Wir bieten bislang 2 kollektive Fahrtmöglichkeiten zu den Aktionstagen an:
- 17. und 18. Mai 2012: Camp und Blockadeaktion in Frankfurt
Treffpunkt Donnerstag, 17.5.12- 15.00 Uhr – HBF Karlsruhe
Anmeldungen und Kontakt: blockupy-karlsruhe(at)riseup.net
- 19. Mai 2012: Internationale Demonstration in Frankfurt – Beginn 12.05 Uhr
Abfahrt der Busse: 9.00 Uhr Karlsruhe HBF Süd. Bus-Ticket: 15,00 € (ermäßigt auf Anfrage)
Anmeldungen: info(at)aki-karlsruhe.de

Mehr Informationen: www.european-resistance.org

Heraus zum revolutionären 1. Mai 2012!

Broschüre zum ArbeiterInnenkampftag

Broschüre

Zur breiten Mobilisierung auf vielerlei Aktivitäten zum 1. Mai 2012 hat die Kampagne „Gemeinsam Stark“ eine Broschüre erstellt. Teil dieser Kampagne ist auch die Antifaschistische Linke Bühl-Achern. Die Broschüre beinhaltet Texte zu Krise und Kapitalismus, Organisierung und versucht Perspektiven jenseits von kapitalistischer Unterdrückung und Ausbeutung aufzuzeigen. Zu guterletzt mobilisiert sie auf die revolutionäre 1.Mai-Demonstration in Karlsruhe (s.u.).
Mit der Verteilung auf Öffentlichen Plätzen, in Wohngebieten und direkt vor den Fabriktoren größerer Unternehmen in den Regionen von Karlsruhe bis Freiburg wurde bereits begonnen!

Die Broschüre steht zum Download bereit.

Weitere Informationen zur Kampagne „Gemeinsam stark“ finden sich unter http://gemeinsam-stark.tk/

1. Mai 2012 in Karlsruhe – Die Krise heißt Kapitalismus

header

Seit Jahren jagt eine Krise die Nächste. Ob Finanz- oder Eurokrise, Immobilien- oder Staatsschuldenkrise. Die EU und Deutschland versuchen panisch eine Rettungsaktion nach der anderen um die Lage in den Griff zu bekommen. Die Lasten dieser Krisen tragen Andere. Nämlich wir, die lohnabhängigen Menschen hier und überall auf der Welt.
Nur gemeinsam sind wir in der Lage, die Angriffe auf unsere Lebensbedingungen zurückzuschlagen und die Abwälzung der Krisenlasten abzuwenden. Nur gemeinsam und organisiert können wir die Produktionsmittel enteignen und vergesellschaften und somit unserem Ziel eines befreiten Leben ohne Ausbeutung und Unterdrückung, ohne Klassengren-zen und Nationen näher kommen.

Gehen wir es an:
Der Kapitalismus ist nicht das Ende der Geschichte.
Darum kommt zur revolutionären 1.Mai Demo!
[Den kompletten Aufruf lesen]

Weitere Informationen zur Demonstration und auch Vorfeldaktionen unter http://1maikarlsruhe.blogsport.de.

Fahrt mit uns gemeinsam mit dem Zug zur Demonstration nach Karlsruhe:
Treffpunkt Achern: 12.00 Uhr Bahnhof (Abfahrt 12.16 Uhr)
Treffpunkt Bühl: 12.00 Uhr Bahnhof (Abfahrt 12.21 Uhr)

Fight Back! – Antifaschistische Demonstration am 21. April in Ludwigshafen

fight back

Gemeinsam kämpfen gegen Nazis in Ludwigshafen, Baden-Württemberg und überall!
Für den 21. April mobilisieren verschiedene antifaschistische Gruppen und Bündnisse zu einer antifaschistischen Demonstration in Ludwigshafen am Rhein. Gemeinsam soll an diesem Tag ein klares Zeichen gegen faschistische Umtriebe und für eine starke Gegenwehr gesetzt werden.

Empörung zu Widerstand!
Auch wir als Gruppen aus verschiedenen Teilen Baden-Württembergs mobilisieren in die Rheinland-Pfälzische Großstadt. Dabei geht es uns um verschiedene Dinge: Durch eine gemeinsame Schwerpunktsetzung wollen wir die Stärke der antifaschistischen Bewegung auf der Straße erweitern und die Notwendigkeit einer konsequenten länder- und städteübergreifenden antifaschistischen Solidarität aufzeigen.Gerade jetzt im Zuge der Aufdeckung der faschistischen Terrorgruppe „NSU“ (Nationalsozialistischer Untergrund) und ihrer jahrelangen Mordserie, wird deutlich wie wichtig ein gut organisierter antifaschistischer Selbstschutz für die Linke ist.

Inhaltlich halten wir es dabei für zentral, die offensichtliche und dennoch meist verschwiegene Verzahnung der kapitalistischen Gesellschaft mit den menschenverachtenden faschistischen Ideologien herauszustellen. Es ist zwar sicherlich zu begrüßen, dass die Sensibilität gegenüber rassistischen und faschistischen Umtrieben im Laufe der vergangenen Monate in fast allen politischen Spektren scheinbar zugenommen hat. Die staatliche Lippenbekenntnisse gegen Rechts sind jedoch eng verknüpft mit der Gleichsetzung von faschistischer mit linker Politik und der erstarkenden Repression gegen selbstbestimmte antifaschistische Bewegungen. Diese Doppelzüngigkeit, die jeden wirklichen Widerstand gegen die Gefahr von Rechts schon im Keim ersticken soll, kann nicht akzeptiert werden. Die Verstrickungen des Verfassungsschutzes in den militanten faschistischen Sumpf, scheinen schon jetzt, ein halbes Jahr nach Aufdeckung der Mordserie auch von den angeblich besorgtesten PolitikerInnen wieder verziehen zu sein und haben zu keinen ernsthaften Konsequenzen im Umgang mit dieser Behörde oder den faschistischen Strukturen geführt. Stattdessen werden AntifaschistInnen von staatlichen Stellen gejagt, verprügelt und immer öfter unter fadenscheinigen Anschuldigungen inhaftiert.

Dieser Umgang mit fortschrittlichen Bewegungen bei gleichzeitiger Deckung und Verharmlosung der gesellschaftlich tief verankerten rechten Strukturen, deren Auswüchse zu Einzelfällen umgelogen werden, ist kein Zufall. Er ergibt sich vielmehr aus der Logik der kapitalistischen Gesellschaftsverhältnisse. In Zeiten der Krise, in denen sich die Lebenssituation von großen Teilen der Gesellschaft stetig verschlechtert, Zukunftsängste zunehmen und das Potenzial für Widerstand gegen die von der herrschenden Klasse vorangetriebenen Zuspitzungen zunimmt, bieten rechte Denkmuster den Herrschenden eine willkommene und geförderte Umlenkung des Unmutes. Schon lange ist in öffentlichkeitswirksamen politischen Diskursen eine Rechtsentwicklung bemerkbar, die auf vielen Ebenen Stimmung gegen MigrantInnen, sozial Schwache, und auch gegen linke und klassenkämpferische Bewegungen forciert.
Die Faschisten profitieren von diesen Entwicklungen und können mit ihrer Propaganda in vielen Fällen, wie zum Beispiel bei Kampagnen gegen Moscheebauten, problemlos daran anknüpfen. Die altbekannte rassistische Hetze, die insbesondere von rechtspopulistischen Zusammenängen wie der Partei „Die Freiheit“ und dem Umfeld des Internetnetzwerks „Politically Incorrect – News“ in die Gesellschaft geschleudert wird, wird in der faschistischen Propaganda durch eine vermeintlich sozialkritische und sogar pseudo-antikapitalistische Rhetorik ergänzt. Sie wollen sich so als Alternative darstellen, die den Unmut gegen die herrschenden Verhältnisse, aber auch deren Unverständnis auffangen und kanalisieren soll.
Gesamtgesellschaftlichen Rechtsentwicklungen haben so immer einen weitaus „schlimmeren“ Begleiter, der sie wieder relativieren kann und potenziell systemgefährdende fortschrittliche Bewegungen zugleich in Schach hält. Das erklärt auch die verhältnismäßig schwach ausgeprägte und nur unter Druck umsetzbare staatliche Verfolgungsbereitschaft faschistischer Strukturen.

Als AntifaschistInnen ist es unsere Aufgabe hier zu intervenieren und dem anwachsenden rechten Sumpf einen breit aufgestellten und vielseitigen Widerstand entgegenzubringen. Die gefährliche Rolle der bürgerlichen rechten Hetzer, der daraus hervorgehende Aufbau populistischer und rassistischer Gruppierungen und die Erstarkung einer militanten faschistischen Bewegung, sind verschiedene Aspekte einer Entwicklungen, der wir mit jeweils angemessenen Mitteln entgegentreten müssen. Nur die erfolgreiche Abwehr dieser Angriffe von Rechts kann den Weg hin zu einer solidarischen und kollektiv organisierten Gesellschaft offen halten.

Ba-Wü goes Ludwigshafen – Gemeinsam entschlossen handeln!
Die Stadt Ludwigshafen bildet ein gutes Beispiel für das jahrelange Verschweigen und Tolerieren vielseitiger Naziaktivitäten. Erst durch kontinuierliche antifaschistische Arbeit in den letzten zwei Jahren, konnte ein Perspektivenwandel erkämpft werden. Zwei Naziläden mussten ihre Tore schließen und antifaschistische Präsenz ist auf der Straße und in öffentlichen Räumen immer sicht- und spürbarer. Trotz dieser Erfolge ist Ludwigshafen immer noch nicht frei von faschistischen Aktivitäten. Im Einklang mit der rigorosen Abschiebungspolitik der örtlichen CDU und ideologisch gedeckt durch eine starke „Republikaner“-Fraktion im Stadtrat, können faschistische Strukturen und Einzelpersonen hier weiterhin mit Infrastruktur und Rückzugsräumen ihrer menschenverachtenden Gesinnung nachgehen. So bietet etwa die Kneipe „Tanja’s Bierstüble“ monatlich Raum für faschistische und rassistische Partys und erst vor wenigen Monaten wurden junge AntifaschistInnen nach den Protesten gegen einen Naziaufmarsch in Worms in Ludwigshafen von einer Meute Faschisten bedroht und durch die Stadt gejagt. Antisemitische, rassistische und antikommunistische Propaganda in Form von Stickern und Schmierereien ist immer noch fester Teil des Stadtbildes und auch Übergriffe gegen Linke und MigrantInnen, sowie Aufmarschversuche der regionalen Naziszene finden hier in regelmäßigen Abständen statt.
Die umtriebige Ludwigshafener und Vorderpfälzische Naziszene bewegt sich allerdings keineswegs nur ortsgebunden, sondern versucht durch die Teilnahme an faschistischen Großevents, wie dem jährlichen geschichtsrevisionistischen Aufmarsch in Dresden oder dem süddeutschlandweiten Großaufmarsch am 1. Mai 2011 in Heilbronn, auch bundesweit Präsenz zu zeigen.

Gegen diese Zustände hilft nur ein starker lokaler Widerstand mit überregionaler Unterstützung und Zusammenarbeit. Mit der gemeinsamen Mobilisierung zur Demonstration am 21. April wollen wir einen Teil dazu beitragen und deutlich machen, dass der konsequente Kampf gegen faschistische Umtriebe eine entschlossene und organisierte antifaschistische Bewegung braucht.

Für ein nazifreies Ludwigshafen!
Organisiert den antifaschistischen Abwehrkampf!

Die Antifaschistische Aktion Aufbauen!

Zugtreffpunkte für die gemeinsame Anreise:
Achern: Treffpunkt 10 Uhr // Bahnhof
Bühl: Treffpunkt 10 Uhr // Bahnhof

Freiburg: Treffpunkt 08:45 Uhr // Gleis 2 HBF
Gaggenau: Treffpunkt 10 Uhr // Bahnhof
Heilbronn: Treffpunkt 10:50 Uhr // HBF
Rastatt: Treffpunkt 10:15 Uhr // Bahnhof
Stuttgart: Treffpunkt 10:00 Uhr // Gleis 9 HBF
Tübingen: Treffpunkt 08:45 Uhr // HBF
Villingen: Treffpunkt 09:45 Uhr // Bahnhof

Antifaschistische Linke Bühl/Achern | Antifaschistische Linke Freiburg | Antifaschistische Aktion Heilbronn | Antifaschistische Aktion Lörrach | Antifaschistische Jugend Ludwigshafen/Mannheim | Gruppe76 Rastatt/Murgtal | Antifaschistische Aktion (Aufbau) Stuttgart | Marxistische Aktion Tübingen | Linke Aktion Villingen-Schwenningen

Morgiger Zugtreffpunkt und Shuttle-Service zum Panzergraben

Wir möchten euch nochmals daran erinnern, dass morgen ein Nazi-Aufmarsch am sog. „Panzergraben“ in Rheinau-Memprechtshofen stattfindet. Das wollen wir nicht hinnehmen!
Um unserem Protest vor Ort Ausdruck zu verleihen rufen wir euch alle dazu auf, morgen nach Memprechtshofen zu kommen.

Wenn ihr mit dem Zug anreist
Zugtreffpunkt in Bühl: 8.15 Uhr Bahnhof (Abfahrt 8.36 Uhr)
Vorabrtreffpunkt in Achern: 9.00 Uhr Bahnhof
Es wird von dort aus einen kleinen Shuttle-Service von 8.45 Uhr bis 9.25 Uhr geben.

Wenn ihr mit Autos anreist
Es ist eine Kundgebung vor Ort in der Nähe des Panzergrabens auf dem Wirtschaftsweg neben der B36 angemeldet. Zur Anfahrt gibt es eine kleine Wegbeschreibung.

Weitere Informationen könnt ihr diesem Indymedia-Artikel entnehmen.

Wir hoffen, euch alle morgen dort zu sehen. Nur gemeinsam können wir den Nazis etwas entgegensetzen.

Siamo tutti antifascisti!
No Pasaran!

[Ortenau] Wieder Naziaufmarsch in Rheinau-Memprechtshofen am „Panzergraben“ am 14. April!

Am kommenden Samstag, den 14. April 2012, wollen faschistische Gruppierungen um das Karlsruher Netzwerk, NS Rastatt und die NPD von 11 bis 15 Uhr wieder eine reaktionäre Gedenkversammlung am ehemaligen „Ehrenmal Panzergraben“ in Rheinau-Memprechtshofen veranstalten.
Seit Wochen kündigen die Nazis ihre Aktion im Internet an, es gibt derzeit auch einige Hinweise, dass ihr Aufmarsch am „Panzergraben“ in eine größere Veranstaltung der NPD und der JN eingebettet ist: Am 14. April soll der sogenannte „Südwestdeutsche Kulturtag“ im „Raum Baden“ stattfinden. Nach einigen Jahren Misserfolg versuchen die faschistischen Kräfte nun vereint – parteilose und parteigebundene Kräfte – den alljährlichen Aufmarsch in Rheinau-Memprechtshofen wieder zu etablieren.

Nazi-Aufmarsch 2011

Rückblick: Warum das alles?

„Im April 1945 versuchten letzte Reste der Wehrmacht die voraussehbare Niederlage zu verhindern und verschanzten sich in einem ca. 5m tiefen, 8m breiten und 200m langem Panzergraben auf einem Feld zwischen den Ortschaften Rheinau-Memprechtshofen und –Freistett. Noch kurz zuvor hatten SS-Einheiten aus benachbarten Ortschaften immer wieder Angriffe und Vorstöße gegen die anrückenden französischen Befreiungstruppen unternommen. Am 14. April 1945 wurden dann auch die verschanzten Wehrmachtssoldaten im Panzergraben, nach langen und verlustreichen Kämpfen, besiegt. So mussten ca. 50 französische Soldaten ihr Leben lassen. Die Bewohner Freistetts und Memprechtshofens hatten sich während der Kämpfe in ihren Kellern versteckt. Als sie wieder sich wieder herauswagten, fanden sie 27 tote Wehrmachtssoldaten im Panzergraben. Nach ersten Augenzeugenberichten sollen diese teilweise Kopf- und Genickschüsse aufgewiesen haben. So steht es auch heute noch in der Rheinauer Chronik und auf der Gedenktafel am Grab. Das Grab, „Ehrenmal Panzergraben“, in welchem die Wehrmachtssoldaten beerdigt wurden, dient seither als Gedenkstätte und „Ehrenmal“ für die deutschen Soldaten. Eine Gedenkstätte für die französischen Opfer fehlt. „Optimale Voraussetzungen“ für ein geschichtsrevisionistisches Gedenken junger und alter Nazis, können sie doch hier scheinbar die Täter-Opfer-Rollen vertauschen. So ist hier von Hinrichtungen der deutschen Kriegsgefangenen die Rede. Opfer des Nationalsozialismus und die Aggressionen und Verbrechen deutscher Soldaten finden keine Erwähnung.
Neueste Erkenntnisse durch Sichtung französischer Militärakten haben nun ergeben, dass die Mehrzahl der Wehrmachtssoldaten aus dem Panzergraben gefangen genommen wurden, was die lokale Geschichtsverdrehung gehörig auf den Kopf stellt.“ (Quelle:http://vomacker.blogsport.de/)

Die Nazis „gedenken“ den dort begrabenen Menschen und instrumentalisieren dies politisch, um in verklärender Art und Weise die Zeit des deutschen Faschismus, den sog. „Nationalsozialismus“, zu verherrlichen, zu beschönigen und sogar zu romantisieren. Nicht umsonst standen die bisherigen Versammlungen der NPD und deren Umfeld am „Panzergraben“ unter dem Motto des „Heldengedenkens“, also konkret die „Verehrung“ von Wehrmachtssoldaten. Und genau das wird von den Faschisten in Memprechtshofen am 14. April zelebriert.

Die bisherigen Nazi-Gedenken – Ein Rückblick

Seit Jahren war das nazistische Gedenken ein stetig stattfindender Naziaufmarsch, bei dem sich Jahr für Jahr um die 150 Nazis versammelt haben.
2009 war der Naziaufmarsch bereits im ersten Anlauf verhindert worden: Bereits im Vorfeld zum Naziaufmarsch kündigte das lokale Freistetter Bündnis „Bunt statt Braun“ eine Kundgebung auf dem Zufahrtsweg zum „Ehrenmal Panzergraben“ an. Auf diese Kundgebung mobilisierte auch die antifaschistische Kampagne „Macht euch vom Acker“, um das Bündnis zu unterstützen und den Ort als Ausgangspunkt zur Verhinderung des Naziaufmarschs zu nutzen. Um eigene Akzente zu setzen wurde ein Infostand mit VoKü und Musik aufgebaut. Dieser fand bei allen Besuchern regen Zuspruch.
Die NPD Karlsruhe sah sich, wohl aufgrund des starken und frühzeitig aufgebauten antifaschistischen Drucks der beiden Bündnisse gezwungen, das Gedenken 2009 im Vorfeld abzusagen.

2010 fand erst gar kein großes Gedenken statt, eine kleine Delegation der NPD legte allerdings trotz einer Gegenkundgebung von dem Freistetter Bündnis „Bunt statt Braun“ einen Kranz nieder.

Erst wieder im Jahr 2011, diesmal allerdings im April, mobilisierten rechte Kreise auf eine Kundgebung. Da ihnen offensichtlich die Lust an einem Gedenken am Volkstrauertag im November genommen worden ist, nehmen die Nazis nun den Jahrestag der Errichtung des ehemaligen „Ehrenmals“ als Vorwand, dort aufzumarschieren.
2011 marschierten ca. 30 Nazis in Rheinau-Memprechtshofen am sogenannten „Panzergraben“ auf, um dort einen Kranz niederzulegen. Rechtzeitige Öffentlichkeitsarbeit konnte die Versammlung bereits vorher publik machen und die Möglichkeit bieten, Proteste zu organisieren. Nach Ende der Kundgebung von „Bunt statt Braun“ protestierten 20 – 30 AntifaschistInnen in Hör- und Sichtweite gegen den Aufmarsch.

Transparent-Aktion 2009

Kommt nach Memprechtshofen – Kein Fußbreit dem Faschismus!

Wir müssen verhindern, dass die rechte und faschistische Szene den „Panzergraben“ nach knapp zwei Jahren Pause wieder für sich vereinnahmt. Das erste Verhindern des widerlichen Gedenkens im Jahr 2009 war ein großer Erfolg. Danach hatten wir fast zwei Jahre Ruhe!
Es wäre unverzeihbar, wenn der Versuch der Nazis sich am „Panzergraben“ erneut zu etablieren, gelingen würde. Dies würde einen Rückschritt aller antifaschistischer Erfolge der letzten Jahre in Memprechtshofen bedeuten.

Da der Nazi-Aufmarsch in Memprechtshofen sogar noch im Rahmen einer größeren NPD-Aktion, dem „Südwestdeutschen Kulturtag“, stattfinden wird, ist es zu erwarten, dass die Mobilisierung der Faschisten besonders groß ausfallen wird. Die Presse spricht von 150-300 Nazis, die zum „Gedenken“ erwartet werden. Dies erhöht den antifaschistischen Handlungsdruck und zudem die Notwendigkeit einer effektiven antifaschistischen Politik in der Region.

Wegen allen genannten Gründen rufen wir dazu auf am 14. April an den „Panzergraben“ in Memprechtshofen zu kommen, um an den Protesten und den Gegenaktivitäten gegen den faschistischenund geschichtsrevisionistischen Aufmarsch teilzunehmen.

Wir wissen, wie abgelegen Memprechtshofen liegt. Wer kann, soll doch bitte mit dem Auto anreisen und so viele seiner FreundInnen mitnehmen, wie er oder sie nur kann. Für alle, die kein Auto zur Verfügung haben, sind wir dabei einen „Shuttle-Service“ vom Bahnhof Achern aus zu organisieren. Die Möglichkeit mit dem Shuttle-Service nach Memprechtshofen zu kommen besteht zwischen 8.45 und 9.20 Uhr.


Am Samstag raus aufs Land!
Gegen Geschichtsrevisionismus und Opfermythos – Kein Fußbreit dem Faschismus!

Autonome Antifa Karlsruhe | Antifaschistische Linke Bühl-Achern | Gruppe 76 Rastatt/Murgtal

weitere Infos unter:
www.antifaka.blogsport.de
karlsruhe@autonome-antifa.org

www.alba.blogsport.de
achernbuehl@antifaschistische-linke.de

www.gruppe76.blogsport.de
gruppe76@autonome-antifa.org

So waren die letzten Jahre:

Hier ist der Link zu den Gegenaktivitäten 2011: https://linksunten.indymedia.org/de/node/38105

Die Gegenaktivitäten 2010: https://linksunten.indymedia.org/de/node/29190

Sammlung der Aktivitäten bis 2009: http://vomacker.blogsport.de/

Antifa Ortenau gegründet

antifaog.noblogs.org:

Als Teil des Antifa Bündnisses gegen die von Nazis geplanten Aufmärsche in Offenburg 2010 und 2011 haben wir die Notwendigkeit erkannt, in der Region Ortenau eine eigenständige Antifa Gruppe ins Leben zu rufen, wo wir auch den Schwerpunkt unseres Handelns sehen.

Ein Blick auf die Nazi Aktivitäten macht deutlich, warum es schon lange notwendig ist, hier in der Ortenau gut organisierte Antifa Strukturen aufzubauen und zu stärken.

Wir wollen aber nicht nur auf die Nazis reagieren, sondern eigene Inhalte transportieren und unsere Überzeugungen und Kultur leben.

Da wir uns als herrschaftskritische Antifaschist_innen verstehen, lehnen wir jede Form von Unterdrückung und Macht ab. Macker_innengehabe, Sexismus und Homophobie sind für uns genauso inakzeptabel, wie jede Form von Rassismus und Antisemitismus.

Wir sind uns über die Notwendigkeit von Bündnisarbeit bewusst, haben in den letzten beiden Jahren auch positive Erfahrungen gemacht und wollen uns auch zukünftig aktiv in Bündnisse einbringen.

Die Zusammenarbeit mit staatlichen Behörden lehnen wir jedoch ab, da wir den kapitalistischen Staat als Wurzel des alltäglichen Rassismus (Abschiebung, Nationalismus, Patriotismus etc.) sehen und diesen und jeden Staat als hierarchische und unterdrückende Systeme kritisieren und gänzlich ablehnen.
So zeigen sich die Auswüchse dieses menschenverachtenden, kapitalistischen Systems u.a. im täglichen, “normalen” Sexismus und homophoben Verhalten, in der katastrophalen Lebenssituation von Menschen auf der Flucht, der Repression gegen Antifaschist_innen, bis hin zur Verstrickung der staatlichen Behörden in die Strukturen der faschistischen Mörder_innen des NSU, zu denen es auch Kontakte aus der Region gab.

Selbstkritisch wollen wir unser eigenes Handeln reflektieren und somit unseren Teil auf dem Weg zur befreiten Gesellschaft beitragen.

Auf ein unruhiges Jahr 2012!

Es ist wichtig, dass den Nazis auch „auf dem Land“ entgegengetreten wird und der antifaschistische Widerstand durch neue Gruppen gestärkt wird. Wir wünschen euch deshalb bestes Gelingen bei der Antifa-Arbeit in der Ortenau und freuen uns darauf, mit euch zusammen zu arbeiten.
Siamo tutti antifascisti!

Im Andenken: Dorothea Siegler-Wiegand weilt nicht mehr unter uns

Mit Trauer und Anteilnahme haben wir folgende Nachricht zur Kenntnis nehmen müssen:

„Bewacht die Feuer im Kessel Steuert und rechnet gut Dass ihr durch all die Stürme kommt Über all die Flut“ (Bert Brecht)

Unsere Freundin, Kameradin und Genossin Dorothea Siegler- Wiegand weilt nicht mehr unter uns.

Sonntag Nacht ist ihr Lebenslicht im Alter von 92 Jahren erloschen.

Ein Leben voller Liebe, Leidenschaft und Engagement , für unsere gemeinsame Sache, -Gegen Faschismus, Antisemitismus, Rassismus und Intoleranz – ist zu seinem Ende gekommen.

Wir alle haben einen wundervollen Menschen an unserer Seite verloren.

Ehren wir Dorothea und ihr Lebenswerk in dem wir uns immer vor Augen halten:

Erinnern heißt handeln!

Es wird keine Bestattung und keine Trauerfeier, jedoch eine politische Würdigung geben.

Dorothea

Kundgebung gegen Nazis & ihre AnwältInnen am 10.03.2012 um 12:00 Uhr am Lidellplatz in Karlsruhe | Zugtreffpunkte in Achern und Bühl

Seit Anfang Februar hat die Rechtsanwältin Nicole Schneiders eine eigene Kanzlei (Adlerstraße 27a) in Karlsruhe eröffnet. Schneiders ist seit vielen Jahren tief in neonazistische Netzwerke verstrickt und zählt prominente Neonazis aus der Region und dem gesamten Bundesgebiet zu ihren Mandanten. Ihr Engagement geht dabei weit über anwaltliche Pflichten hinaus. Bereits zum Zeitpunkt ihres Jurastudiums in Jena knüpfte sie Kontakte zur Thüringer Naziszene, die derzeit im Fokus der Ermittlungen zur Terrorzelle NSU steht.
Flyer

Dabei wurde unter anderem Ralf Wohlleben wegen Unterstützung des NSU-Terrors verhaftet. Gemeinsam mit Wohlleben gehörte Nicole Schneiders Anfang 2000 dem Vorstand der Jenaer NPD an – nicht ohne Zufall verteidigt sie den mittlerweile inhaftierten mutmaßlichen Waffenlieferanten und Unterstützer des Nationalsozialistischen Untergrundes auch vor Gericht. Doch auch nachdem sie ihr Jurastudium ab 2002 in Mannheim fortsetzte und aus der NPD austrat, bewegte sie sich weiter in rechten Kreisen. Sie wohnte gemeinsam mit dem langjährigen Aktivisten der NPD und des Kameradschaftsnetzwerkes „Aktionsbüro Rhein Neckar“, Christian Hehl, in einer Wohngemeinschaft. Ihr Ehemann Dominik Schneiders ist mittlerweile in der Karlsruher Kameradschaft aktiv.
In einem von InternetaktivistInnen gehackten Internetforum des AB Rhein Neckar machte sie unverhohlen Werbung für ihre spätere Gemeinschaftskanzlei mit Klaus Harsch in Rastatt. Dabei bat sie in einer persönlichen Nachricht den Führer einer Kameradschaft, nicht zu veröffentlichen, dass ihre Kanzlei Neonazis umsonst vertrete. Die Gemeinschaftskanzlei Harsch & Kollegen entwickelte sich in den darauffolgenden Jahren zu einer der bedeutendsten anwaltlichen Vertretung der südwestdeutschen Naziszene. Sie zählte viele namhafte Neonazikader aus dem Großraum Karlsruhe/ Rastatt sowie darüber hinaus zu ihren Mandanten.

Aktiv wurde die Kanzlei aber auch bei der Unterstützung der hiesigen rechten Szene bei ihren Bestrebungen, > Räumlichkeiten für ein Nationales Zentrum in der Region anzumieten:- 2004 vertrat ein Angehöriger der Kanzlei Pablo Allgeier [Rastatter Kameradschaft] gegenüber einem Vermieter in Kuppenheim, der den Nazis die Räumlichkeiten gekündigt hatte. – 2006 vermietete gleich ein Kompagnon der Kanzlei selbst sein Haus in der Rastatter Münchfeldsiedlung als Nazizentrum.

2008 vertrat der Kanzleigründer Harsch die Interessen der NPD bei der Auseinandersetzung um ein rechtes Zentrum in Karlsruhe Durlach. Antifaschistische Gruppen kritisierten seit langem den Umgang der Rastatter Zivilgesellschaft mit der Anwaltskanzlei Harsch und Kollegen. Doch erst mit dem Bekanntwerden, dass Schneiders ihren alten Kameraden Wohlleben im Zusammenhang mit den NSU-Morden rechtlich vertritt, rückte Schneiders, sowie die gesamte Kanzlei Harsch, in den öffentlichen Fokus. Aus Sorge um sein Image stellte der CDU-Politikers Harsch daraufhin die Zusammenarbeit mit den Kollegen Schneiders, Alexander Heinig und Steffen Hammer ein. Letztere sind seit Jahren als Sänger von Rechtrockbands (Noie Werte und Ultima Ratio) bekannt und bewegen sich im Umfeld der verbotenen Vereinigung Blood&Honour.

Wir werden es nicht hinnehmen, dass sich Nicole Schneiders mit ihrer Anwaltskanzlei in Karlsruhe festsetzt.
Wir fordern den Vermieter der Adlerstraße 27a auf, das Mietverhältnis mit Nicole Schneiders umgehend zu beenden!
Kommt am 10.03. um 12 Uhr zur Kundgebung gegen Nazis & ihre AnwältInnen auf den Lidellplatz [Karlsruhe Innenstadt]!
Kanzlei Schneiders dichtmachen!

Weitere Informationen: www.antifaka.blogsport.de

Wir rufen dazu auf, gemeinsam nach Karlsruhe zu dieser Kundgebung fahren und treffen uns dazu um 11 Uhr in Achern und Bühl an den Bahnhöfen auf den jeweiligen Gleisen.

Internationaler Frauentag: Frauen verDienen das Nicht!

Samstag, 3. März
AKTION: Frauen sichten Ausbeuterbetriebe
Auftakt 14 Uhr Kronenplatz, Karlsruhe
Wanderkundgebung durch die
Kaiserstraße Karlsruhe

Donnerstag, 8. März 2012
VERANSTALTUNG
Frauen verDienen das Nicht !
19:30 Uhr im Jubez, Kronenplatz Karlsruhe
Programm:
FRAUEN IN ACTION – Bewegte Bilder
Redebeiträge von Frauen in Pflege- und Gesundheitsberufen in Karlsruhe
Frauenchor BELA RADO
Antje Schumacher
Ess-Bar zum Schluss
Unkostenbeitrag 5 Euro

Veranstaltet vom Frauenbündnis zum Internationalen Frauentag
in Zusammenarbeit mit dem Jubez,
unterstützt von Frauen aus
- ver.di
- GEW
- DIE LINKE
- Interventionistische Linke
- IG Metall
- Initiative Grenzenlos und
- Bewohnerinnen der Wagenburg
INTERNATIONALER FRAUENTAG 2012

Die Reihe „Blickpunkt: Kurdistan“ geht zu Ende

Kurdistan_IV

IV Die Frauenfrage in der kurdischen Bewegung

Brigitte Kiechle hat in vielen Reisen nach Nord- und Südkurdistan die Kurdische Frage kennengelernt. Gemeinsam mit Nikolaus Brauns hat sie das Buch „PKK – Perspektiven des kurdischen Befreiungskampfes“ geschrieben. In dieser Veranstaltung, die zum 8.März, dem internationalen Frauenkampftag stattfindet, wird die Fachfrau die Rolle der Frauen in der kurdischen Bewegung darstellen.

Brigitte Kiechle, Rechtsanwältin und Autorin, Interventionistische Linke Karlsruhe

Dienstag, 28.Februar im Sozialen Zentrum „Caracol“
Beginn: 19 Uhr
Ort: Soziales Zentrum „Caracol“ (www.caracol-buehl.de) in Bühl

Wir hoffen, euch zahlreich begrüßen zu dürfen!